Das Spital

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Das Kreiskrankenhaus von Fogarasch/Fagaras – in der Landessprache kurz ‚das Spital’ – ist gewissermaßen die Geburtsstätte unseres Kinderhilfevereins: Bei einem Hilfsgütertransport der ‚Siebenbürgenhilfe Großhansdorf’ hatte das Ehepaar Binder im Mai 1989 hier ein von seiner Mutter verlassenes Baby kennengelernt und noch im selben Jahr adoptiert. Im Bewusstsein, dass auch die hier abgegeben und zurückgelassenen Waisen und verlassenen Kinder Hilfe brauchen, gründeten sie zusammen mit ein paar Freunden und Verwandten im Juni 1994 den Verein
COPILUL e.V.
Seither unterstützen wir in enger Zusammenarbeit mit der ‚Siebenbürgenhilfe Großhansdorf’ und ‚agape e.V.“ hier in Deutschland sowie der ‚Diakonia Fagaras’ und der ‚Evangelischen Kirchengemeinde Fogarasch A.B.’ in Rumänien im Spital besonders die Abteilung für unterernährte und anämische Kinder, die ehemalige ‚Dystrophie’, jetzt Station Kinderrehabilitation.
In der ersten Zeit bestand dort Mangel an fast allem – und so war besonders unsere materielle Hilfe gefragt, also (Heil-)Nahrungs-, Milchpulver- und Medikamentenspenden, Desinfektionsmittel, in Deutschland gespendetes medizinisches Gerät, Bettzeug, Windeln und Wickelfolien, Baby- und Kinderkleidung, Baby-Öl und –Creme, Spielzeug usw.
Ein Teil dieser diese Hilfe ist auch heute immer noch bitter nötig und wir leisten sie auch weiterhin regelmäßig und zuverlässig. Aber daneben gilt unsere Sorge im Besonderen der psychosozialen Betreuung vor allem der von ihren Eltern verlassenen Kleinkinder. So bezahlen wir anderthalb zusätzliche Stellen, die über das „satt und sauber“ hinaus für Zuwendung, Babymassage, basale Stimulation usw. sorgen sollen – Dinge, für die das knapp bemessene medizinische Personal weder die Ausbildung noch die Zeit hat.
Unsere Bemühungen zeigen erste Erfolge, wie wir bei unseren regelmäßigen Besuchen feststellen können: Die anämischen, hospitalisierten apathischen kleinen Patienten wirken deutlich lebendiger, zugewandter, fröhlicher als noch vor Jahren!
So machen wir weiter auch mit dieser kostenintensiven Hilfe, die von Zeit zu Zeit noch ergänzt wird durch PraktikantInnen aus Deutschland. Sie können einerseits ihre frisch gelernten heilpädagogischen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten anwenden und weitervermitteln und andererseits eine fremde europäische Welt mit ihren Problemen, aber auch Schönheiten und Reizen kennenlernen.