Patenschaften





Patenschaften für notleidende Familien mit Kindern
Es gehörte bereits 1994 zu den Gründungsideen von „Copilul e.V.“ , deutsche Paten für rumänische Pflegefamilien zu finden. Wir kannten die damals katastrophalen Zustände in rumänischen Waisenhäusern und uns war klar:
Jede Anstrengung lohnt sich, einem Kind dieses Schicksal zu ersparen!
Bei den schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen in Rumänien war kaum eine Familie finanziell dazu in der Lage, auch noch ein fremdes Kind großzuziehen. Wenn aber Menschen aus Deutschland ihnen zuverlässig monatlich einen angemessenen Betrag bezahlen, um sie finanziell ein wenig abzusichern,
dann sollte es möglich sein, ein verlassenes Kind aufzunehmen und großzuziehen.
Aber: Wer sollte aus den vielen verlassenen oder elternlosen Kindern die bedürftigsten heraussuchen? Wer sollte pflegewillige Familien in Rumänien finden? Wer sollte die Geldverteilung übernehmen – und die bestimmungsgemäße Verwendung überwachen?
Erst Ende 2000 waren alle diese Fragen beantwortet und aus der Idee entstand ein Projekt:
Deutsche Paten für rumänische notleidende Familien mit Kindern.
Ab etwa 2002 begannen sich die Verhältnisse in Rumänien umzukehren: Den Heimkindern geht es in den durchschnittlich gut ausgestatteten Heimen mit eigenem Bett und mindestens drei Mahlzeiten am Tag gut, sie wollen teilweise sogar in den Ferien nicht mehr heim zu den Eltern in die Armut. Deshalb unterstützen wir jetzt zunehmend auch Familien mit vielen eigenen Kindern (oft alleinerziehende Mütter mit 4 bis 5 Kindern!), damit sie alle Kinder bei sich behalten können.
Die kommunale Sozialarbeiterin in der zentralrumänischen Kleinstadt Fogarasch/Fagaras, Frau Dul, mit der wir von Anfang an zusammengearbeitet hatten, nennt uns Familien, die entweder ein fremdes Kind aufnehmen oder wegen extremer Armut vor der Entscheidung stehen, ein eigenes Kind ins Heim zu geben. Ein Mitarbeiter der Deutschen Evangelischen Kirchengemeinde Fogarasch/Fagaras A.B., Herr Stampf, besucht die Familien, überbringt das Geld (in Landeswährung „Lei“) und sieht nach dem Rechten.